Gefreut: Über ein klärendes Gespräch mit dem gut informierten Juniorchef jener Firma, bei der die Frau R. beschäftigt ist: Der Wegfall der Zuzahlung von 131 Euro für eine Haushaltshilfe zweimal vier Stunden im Monat betrifft ausschließlich das Sozialgesetzbuch XI, in welchem die Leistungen für die diversen Pflegegrade geregelt sind. Die Zuzahlung durch das Sozialamt München in gleicher Höhe betrifft das nicht, weil dessen Leistungen durch des Sozialgesetzbuches XII bestimmt werden. Daher bleibt für die Bezieher:innen von Grundsicherung im Alter (bis auf Weiteres) alles wie gehabt, und die gute Frau R. wird mir auch zukünftig alle zwei Wochen zur Hand gehen. Das erleichtert mich sehr!
Geärgert: Wieder mal über mangelnde Recherche in den Öffentlich-Rechtlichen. Das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden, auch T-Haus, D-Haus oder Eagles Nest genannt, das ja in der Nacht von Freitag auf Samstag völlig abgebrannt ist, liegt nicht, wie in der BR-Rundschau und vielen anderen Nachrichtensendungen behauptet wurde, am Obersalzberg, sondern auf dem Rücken des Kehlstein, eines Ausläufers des Bergmassivs Hoher Göll.
Gedacht: Dass eine schriftliche Anfrage meiner Krankenkasse in der vergangenen Woche an den Sachbearbeiter des Sanitätshauses, bei dem ich meinen Aktivrollstuhl bestellt habe, schon recht rätselhaft ist. Denn da ist auf einmal von einem beantragten „Handfahrrad mit Elektroantrieb“ die Rede, und dem guten Mann wurden explizite medizinische Fragen zu meiner Krankheitsgeschichte, deren Verlauf und eventueller Therapiemöglichkeiten gestellt, die er überhaupt nicht beantworten kann. Natürlich haben wir Beide uns sofort mit der Krankenkasse in Verbindung gesetzt und um Aufklärung gebeten.
Gefragt: Ich hoffe doch sehr, dass es sich da jetzt um ein Missverständnis handelt?
Gewundert: Geschockt trifft es diesmal besser. Das Kehlsteinhaus, eines der markantesten und weithin sichtbaren Wahrzeichen meiner Heimat Berchtesgaden, erbaut in den Jahren 1937 – 1938 im Auftrag der NSDAP, brannte in der Nacht vom Freitag auf Samstag vollständig nieder. Man geht mittlerweile definitiv von Brandstiftung aus, ein 33-jähriger Tatverdächtiger, ein Deutscher, wurde noch in der Nacht festgenommen. Kurze Zeit nach Bekanntwerden des Großfeuers griffen im Berchtesgadener Land laut BGLand24 Hass, Schwurbeleien und Hetze per Sprachnachrichten, in den Kommentaren und natürlich auch in den (a)sozialen Netzwerken wüst um sich. So was ekelt mich jedesmal unfassbar an. Wie armselig mag es in jenen Menschen aussehen, die im Internet so gut wie jegliche Hemmungen verlieren, Gift und Galle versprühen und böse Gerüchte in die Welt setzen, deren Wahrheitsgehalt gegen Null tendiert?…
Hier eine trotz des reißerischen Titels sehr sachliche Zusammenfassung der Ereignisse:
Gelitten: An nichts. Ich bin zur Zeit richtig gut drauf. Und die Physiotherapie beginnt jetzt richtig gut zu tun.
Genervt: Von meiner Krankenkasse.
Gewesen: Einkaufen, auf dem kleinen Bauernmarkt, Spazieren, in der Physiotherapie.
Getroffen: Meinen Physiotherapeuten, den liebenswürdigen Außendienstmitarbeiter vom Sanitätshaus und eine Nachbarin, die sich seit letztem Jahr wegen der Kosten nicht mehr richtig zu heizen traut und jetzt Schimmel in der Wohnung hat.
Gesucht: Ein paar alte Blogbeiträge.
Gefunden: Seltsamerweise nur mehr die Überschriften der gesuchten Posts, die Beiträge selbst sind gelöscht, und ich kann mich nicht daran erinnern, das selbst getan zu haben.
Gegessen: Frische Forelle, Lachsforellenfilet, Birnenauflauf, Putenschnitzel mit Nudeln und Romanasalat, Ofenkäse, viel frisches Obst und Gemüse und selbstgebautes Müsli.
Getrunken: Tee, Wasser, Orangensaft, und einen feinen Zweigelt (Rotwein) aus Österreich.
Genascht: Ein paar Jaffa-Kekse. Und Mandeln.
Gelacht: Aber ja!
Geweint: Nein.
Gehört: Da sah ich am Freitag Abend beim Blick aus dem Küchenfenster einen jungen, etwas fülligen Mann dahinspazieren, der einen schwarz-gelb quergestreiften Pulli trug – und zack! hatte ich einen sehr penetranten Ohrwurm! 😉
Gesehen: Einen über vierzehn Stunden dauernden Monster-RoadTrip entlang der Nordküste Schottlands, den ich natürlich in mehrere „Häppchen“ aufgeteilt habe. 😉 Die ersten eineinhalb Stunden waren langweilig, doch dann wurde es sehr interessant, romantisch, wild, faszinierend und märchenhaft. – Eine zweiteilige Doku auf arte über den englischen König George VI., dem Stotterer (The Kings Speech), Vater von Queen Elisabeth, und seinem älteren Bruder Edward, der nach zehn Monaten auf dem Thron wegen seiner Beziehung zu der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson abdankte.
Gelesen: Immer noch „Der Astronaut“. Und die Biographie von Salvador Allende.
Gelernt: Ich fürchte, wieder mal nix Gscheits. 😉
Gekauft: Was Frau so zum Leben braucht.
Gewerkelt: Ein paar abgeblühte Balkonpflanzen ausgebuddelt und entsorgt.
Geschlafen: Ziemlich gut.
Geträumt: Wie stets bunt und lebhaft.
Geplant: Gleich kommt die Frau R. zum Putzen und Einkaufen. Dienstag und Freitag habe ich Physiotherapie-Termine, da werde ich dann auch meinen Orthopäden heimsuchen, denn ich benötige ein Rezept für ein Ersatzpaar orthopädischer Schuhe. Und ansonsten leben und leben lassen.
………………………
Habt einen möglichst unbeschwerten Start in die neue Woche! Habt es fein, seid gut zu euch und zu euren Lieben und bleibt bzw. werdet gesund!















